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Frischgemacht

Sommer ist’s. Die Sonne brennt vom Himmel, und wie fast jeden Sommer ist es in Franken sehr, sehr trocken.

In unseren Beeten zeigen sich erste Ermüdungserscheinungen, die aber nicht nur der Trockenheit geschuldet sind.
Im Frühsommer erfreuten uns Frauenmantel (Alchemilla), Sommersalbei (Salvia nemorosa), Katzenminze (Nepeta), Storchschnabel (Geranium) mit ihrer Üppigkeit und Blütenfülle, -ein paar kleine Regengüsse hatten ihr Übriges getan.
Doch nun färbt sich die strahlend gelbgrüne Frische des Frauenmantels in Braun um, die Katzenminze ist auseinandergefallen und wenig attraktiv, auch die Hochblüte des Salbeis ist vorbei, gerade, dass sich noch ein wenig Farbe an den Spitzen der Blütenrispen zeigt. Und der Storchschnabel sah auch schon einmal besser aus.

Bei einem Praxisvortrag in der Gärtnerei zeigten wir, was nun zu tun ist.
Ein kollektiver Aufschrei des Entsetzens ging durch die Gruppe der Zuhörer, als die Staudensichel am Salbei angesetzt wurde: „Was, so tief?“
Ja, so tief.
Alles andere macht wenig Sinn. Je eher man sich dazu entschließen kann,- und nicht immer fällt es leicht, reißt man doch einige Lücken in das Staudenbeet,- desto besser remontieren unsere Frühsommerblüher. Und der Neuaustrieb erfolgt aus der Basis.
Was bekommen wir? Eine Pflanze, die sich komplett neu aufbaut, frisches gesundes Laub und eine lang anhaltende Nachblüte.
Mit gelegentlichem Wässern bei Trockenheit helfen wir den Pflanzen beim Remontieren, auch eine Düngergabe erweist sich als nützlich.
Bereits vorhandenen Neutrieb aus der Basis, der sich oft bereits zeigt, verschonen wir selbstverständlich.
Unterlässt man den Sommerschnitt, treiben die Stauden auch so oft wieder durch, aber immer werden trockene und unschöne Stängel neben den frischen Trieben stehen und den Gesamteindruck stören.
So wie momentan bei der Katzenminze in unsere Steingartenbereich. Sie blüht sehr früh und ist jetzt bereits komplett remontiert, umgeben von einem Kranz abgestorbener Stängel. Hätte man sie rechtzeitig zurückgeschnitten, hätte man das vermieden ebenso wie die reiche Selbstaussaat …
Haben wir die verblühten Stiele des im Mai und Juni so prächtig enzianblau blühenden Ehrenpreises (Veronica teucrium ‚Knallblau‘) zurückgeschnitten, so haben wir jetzt schon ein frisch belaubtes Polster statt einer struppigen Pflanze im Beet.

Ein weiterer wichtiger Frühsommerblüher kommt ebenfalls nicht ohne Rückschnitt aus.
Es ist der Rittersporn (Delphinium). Nach der prachtvollen ersten Blüte ist das Laub oft von Mehltau befallen.Mit dem Rückschnitt, hier etwa handbreit über dem Boden, unterbinden wir die Samenbildung, die die Pflanze viel Kraft kostet und verhelfen ihr stattdessen zu einer erneuten Blüte im September, eine gute „Fütterung“ und ausreichend Wasser vorausgesetzt, und auch gegen Schnecken muss der zarte Neutrieb verteidigt werden.

Auch für die früh blühenden Flockenblumen (Centaurea montana und Sorten) ist es längst Zeit für ihren Termin beim Friseur, das hellfilzige Laub ist braun geworden, und die verblühten Stiele sehen unschön aus, auch hier verhilft ein beherzter Schnitt zu einer Nachblüte.

Allmählich ist auch die Erstblüte des Quirlblütigen Salbeis (Salvia verticillata), der dunkelroten Witwenblume (Knautia macedonica) und der Vexiernelke (Lychnis coronaria) vorüber; auch wenn noch immer Blüten erscheinen, sollte man beherzt zur Sichel oder Schere greifen und die Stauden herunterschneiden, um eine Nachblüte ( Salvia, Knautia) anzuregen oder ein allzu unschönes Durcheinander (Lychnis) im Beet zu vermeiden.

Schere oder Sichel? Zarte Frauengelenke werden durch den Einsatz der Sichel geschont, das macht sich vor allem bei längerem Gebrauch deutlich bemerkbar!

Höchste Zeit auch, die verblühten Stiele der Bartiris zu entfernen, das Laub, wenn es denn gesund ist, wird so der Pflanzung für die nächsten Wochen und Monate ein attraktives, ordnendes Element beisteuern.

Generell werden also die meisten der frühsommerblühenden Stauden nach der (ersten) Blüte zurückgeschnitten. Remontierende Stauden bzw. Stauden, die nach dem Rückschnitt bald wieder mit frischem Laub schön durchtreiben, können auch im Vordergrund in Gruppen platziert werden, nach der Blüte im Frühjahr oder Frühsommer einziehende oder unschöne Stauden gehören nach hinten wie z.B. Akelei (Aquilegia) und Staudenmohn (Papaver orientale).

Bettina Badstuber, Karola Knopf

Archiv

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Heutzutage erzählt ja fast jeder aus seinem Leben, beschreibt seinen Werdegang,- und so möchte ich auch einmal von mir erzählen. Zuerst muss ich mich aber vorstellen: mein Name ist Lavandula… weiterlesen…
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Gibt es eine beliebtere Frucht? Erdbeeren… dieser wunderbare Geschmack, den wir alle noch aus Kindertagen auf der Zunge haben und den wir bei den Erdbeeren von heute aus dem Supermarkt so oft vermissen. Was für eine Freude, in eine sonnenwarme, dunkelrote, reife Erdbeere aus dem eigenen Garten zu beißen! weiterlesen…
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Nein, sie sind bei uns in der Gärtnerei leider nicht an einem Fleck versammelt. „Bodendecker“ hört sich so an wie „quadratisch, praktisch, gut“,- ganz so einfach ist es dann meist doch nicht. weiterlesen…
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In Zeiten, in denen Pflegeleichtigkeit oberste Priorität in den Gärten zu haben scheint und sterile Kies- und Rindmulchwüsten sich ausbreiten, möchten wir Sie dazu ermuntern, sich auch einmal von Pflanzen überraschen zu lassen. weiterlesen…
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Um es freundlich zu sagen, ist Gelb nicht gerade die Lieblingsfarbe unserer Kunden. Das finden wir sehr schade. Gerne würden wir die Gelb-Skeptiker eines Besseren belehren. Denn …Gelb ist nicht gleich Gelb. weiterlesen…
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September,- das ist weiches Licht, strahlend blauer Himmel, Überfülle an Früchten und Blumen- der Beginn des Herbstes. Warum nicht einmal dieser Jahreszeit ein eigenes Beet widmen? weiterlesen…
Trocken
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Wir möchten Sie ermuntern, den Tisch für Bienen und andere Insekten über die gesamte Jahreszeit reich zu decken! Hier sind die „Zutaten“: weiterlesen…
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Jeder kennt das Problem – der Garten ist einfach zu klein! Stauden im Topf sind eine Alternative, die es wert ist, ausprobiert zu werden. Viele Stauden machen sich hervorragend im Topf. weiterlsen…
Erdbeer-Rosmarin-Punsch
Man nehme für eine Punsch für 30 Gläser (nicht unbedingt Personen!) weiterlesen…

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Es muss nicht immer Lavendel sein
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